Goldreinheit verstehen
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Karatgold – Goldreinheit verstehen
Wenn Sie nach Goldschmuck suchen, begegnet Ihnen oft der Begriff „Karat“ als Qualitätsangabe. Die meisten wissen, dass ein höheres Karat in der Regel einen höheren Preis bedeutet – aber was ist ein Karat genau? Was bedeuten die Zahlen? Und was sagen die Stempel auf Goldstücken? Dieser Leitfaden erklärt die Bedeutung von Karat.
Was ist ein Karat?
Ein Karat misst den Feingehalt von Gold: das Gewicht reinen Goldes im Verhältnis zum Gesamtgewicht des Stücks, einschließlich Legierungsmetallen und Verunreinigungen. Anders als Edelsteine, die in Karat (je 200 mg) gewogen werden, beschreibt Gold-Karat die Reinheit als Bruchteil von 24 Teilen. Reines Gold ohne andere Metalle ist 24-karätig (24K).
Obwohl wertvoller, wird reines Gold selten für Schmuck verwendet, weil es weich ist und leicht Kratzer bekommt. Stattdessen wird es mit unedlen Metallen legiert, um Haltbarkeit, Farbe und weitere Eigenschaften zu verbessern.
Welches Karat ist am besten?
24-Karat-Gold ist die reinste Form, wird aber oft mit anderen Metallen legiert, damit Schmuck alltagstauglich wird. Je weniger Karat eine Legierung hat, desto weniger Gold enthält sie.
Gold wird häufig mit Silber, Zink, Kupfer oder Palladium kombiniert – so entstehen verschiedene Karatstufen und Farben, etwa Roségold oder Weißgold. Übliche Feingehalte sind 24K, 22K, 18K, 14K und 10K.
Umrechnungstabelle Gold:
Karat |
Goldanteil |
% Feingold |
Feingehalt (Tausendstel) |
9K | 9/24 | 37,5 | 375 |
10K | 10/24 | 41,7 | 416/417 |
12K | 12/24 | 50,0 | 500 |
14K | 14/24 | 58,3 | 583/585 |
18K | 18/24 | 75,0 | 750 |
22K | 22/24 | 91,7 | 916/917 |
24K | 24/24 | 99,9 | 999 |
Bedeutet höheres Karat höhere Qualität?
Nicht unbedingt. 24K ist die reinste Form, bedeutet aber nicht automatisch höhere Qualität – nur mehr Goldanteil. Reines Gold ist für die meisten Schmuckstücke zu weich. Legierungen mit niedrigerem Karat sind fester und besser für den Alltag geeignet.
Besonders gefragt im Schmuck ist 18K: 75 % Feingold, haltbarer und alltagstauglicher. Mit sinkendem Karat sinkt der Goldanteil – die Stücke werden preislich zugänglicher und robuster für den täglichen Gebrauch.
Was bedeuten die Stempel?
Echter Goldschmuck trägt in der Regel einen Feingehaltsstempel. Formate wie „585“, „14kt“ oder „14K“ stehen alle für 14-Karat-Gold. Die dreistelligen Zahlen geben den Feingehalt in Tausendstel an; „750“ bedeutet 75,0 % Feingold (18K).
Weitere Stempel können auf Vergoldung hinweisen, etwa „GE“ für „Gold Electroplate“: Der Kern besteht aus einem anderen Metall, oft Messing, mit einer aufgebrachten Goldschicht.
Woran erkennt man echtes Gold?
Prüfen Sie immer den Feingehaltsstempel. Er sitzt meist am Verschluss einer Halskette oder eines Armbands oder innen am Ring. Seien Sie vorsichtig bei Stempeln wie „EPNS“, „EPBM“ und „GF“ – sie zeigen, dass es sich nicht um Massivgold handelt, sondern um ein anderes Metall mit Goldauflage.
Ein einfacher Test zu Hause: Legen Sie das Stück ins Wasser. Echtes Gold ist ein schweres Metall und sollte sinken. Schwimmt es, ist es wahrscheinlich unecht.